top of page
  • info119720

Vorsicht Burnout

Welche Frühwarnsymptome Sie erkennen können


  • Erst vermehrtes und dann nachlassendes Engagement

  • Erst: Hyperaktivität und blinder Aktionismus, auch ein Verzetteln in Details Freiwilliger Verzicht auf Freizeit oder Urlaub Dann: Erschöpfung auch ohne körperliche Arbeit "Innere Kündigung" und Dienst nach Vorschrift

  • Gehetztheit Eine offensichtliche Nervosität Chronische Anspannung und das subjektive Gefühl, immer unter Zeitdruck zu stehen

  • Sozialer Rückzug Meiden beruflicher Kontakte und Schwierigkeiten beim Zuhören

  • Schlechte Kontrolle der Emotionen Reizbarkeit und/oder Tränenausbrüche oder aber ein Pokerface

  • Leistungsabfall Konzentrationsstörungen, die zunehmen Flüchtigkeitsfehler nehmen immens zu Zunahme von "Verlegen" von Gegenständen

  • Krankheitsanfälligkeit Vermehrte Fehlzeiten, z.B. Infektionskrankheiten, Ohrgeräusche oder Herz-Kreislaufbeschwerden


Wer ist anfällig für einen Burnout?

Der Perfektionist Alle Arbeiten werden nicht gut, sondern überdurchschnittlich gut gemacht. Der Drang, überall der Beste zu sein, ist immens vorhanden. Wenn etwas nicht perfekt erledigt wurde, ist es schlecht.

Der Angestrengte Immer viel zu tun zu haben, ist ein Grundgefühl. Schon deshalb kann er sich keine Pause gönnen. Am besten macht er drei Dinge auf einmal, wird aber nie fertig. So ist er immer überlastet.

Der Hektiker Man erkennt ihn oft schon daran, dass er sehr schnell spricht. Außerdem hat er die Angewohnheit, die Sätze der anderen zu beenden oder auch frühzeitig zu beantworten, weil es ihm nicht schnell genug geht. Er scheint ständig auf die Uhr zu schauen und kann in seiner grundlegenden Ungeduld auch schlecht warten. Was Entspannung ist, hat er nicht gelernt.

Der Helfer Er ist die Liebenswürdigkeit in Person. Stets hilfsbereit, hat er vermutlich auch einen entsprechenden Beruf ergriffen. Selbst eine Bitte auszusprechen, fällt ihm extrem schwer. Er hat in frühem Alter bereits gelernt, dass er sich Sympathie und Zuneigung erarbeiten muss. Da er für Anerkennung viel tut, ist er die personifizierte Einladung, ihn auszubeuten.


Wer neigt zu einem Burnout oder Erschöpfungssyndrom?

Ein Erschöpfungssyndrom erleiden meines Erachtens vor allem Menschen, die folgende 5 Antreiber verinnerlicht haben:


Mach alles perfekt! Und das gilt dann auch für unwichtige Dinge. Es geht immer noch ein wenig besser. Fehler sind ein absolutes No-Go.

Gib Dir Mühe! Gleichgültig, ob es zum Ziel führt: Immer ist voller Einsatz gefragt - Man darf es sich nicht leicht machen.

Mach schnell! Auf keinen Fall darf man Zeit verschwenden oder rumtrödeln. Alles muss schnell erledigt werden, auch wenn es nicht eilt.

Sei stark! Man darf sich nicht unterkriegen lassen! Einfach zusammenreißen und Gefühle nicht nach außen zeigen ist gefragt.

Sei liebenswürdig! Oberste Prämisse ist es, es allen recht zu machen und zuletzt an sich zu denken. Die eigenen Ansprüche sind hinten anzustellen.


Unterschiede zur Depression


Burnout und Depression überschneiden sich oft - aber es gibt ein paar Unterschiede, z.B.

  1. Wer einen Burnout hat, kämpft im Normalfall mit Problemen, die generell lösbar sind. Wer sich in einer Depression befindet, kämpft mit Dingen, die nicht zu ändern sind.

  2. Im Burnout fühlen die Menschen vor allem Angst und Wut. In einer Depression leiden die Betroffenen unter Trauer und Melancholie

  3. Wer in einen Burnout kommt, neigt dazu, sich zu überschätzen, was die Kräfte betrifft. Sie hören erst auf, wenn die letzten Ressourcen ausgeschöpft sind. Wer eine Depression hat, unterschätzt sich eher und gibt gleich auf, wenn Anforderungen anstehen, die andere als zumutbar bezeichnen.








6 Ansichten0 Kommentare
bottom of page