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Waldbaden

Aktualisiert: 9. März 2023

Was ist das denn?

Wortwörtlich übersetzt bedeutet der japanische Begriff Shinrin Yoku „in der Atmosphäre des Waldes baden“, was zum meiner Meinung etwas unglücklichen eingedeutschten Begriff des „Waldbadens“ führte. Denn es geht um achtsames Gehen durch einen Wald und nicht um ein Bad.

Es geht darum, bewusst den Wald mit allen Sinnen wahrzunehmen. Was kann man riechen, sehen, fühlen oder hören?

Durch diese Achtsamkeit kommt man in einem Zustand des Hier und Jetzt und alle Alltagssorgen werden im Moment unwichtig.

Es geht hier um das Gefühl - im Wald zu sein. Nicht als Nebensächlichkeit, sondern als Hauptschauplatz. Das ganz bewusste Wahrnehmen des Waldes.

Der Bäume, der Blätter, des weichen Waldbodens, der Vogelstimmen etc.

Und das, wie gesagt, mit allen Sinnen. Fühlen der rauen Rinde, hören der Vogelstimmen, riechen des Waldbodens usw.

Man wird zum Teil des Waldes und der Wald wird zu einem Teil unseres Selbst.

Warum ist Waldbaden gesund?

Natürlich wird der Herzschlag messbar langsamer, der Blutdruck fällt und die Muskeln entspannen sich. Aber die Bäume filtern auch Schadstoffe aus der Luft, dämpfen den Schall und damit die Lärmbelästigung. Auch die Farben - Grün und Braun - also die Farben im Wald, wirken beruhigend. Es soll eine Studie geben, die bei Vorher-Nachher-Messungen bei Probanden, die an Studien zum Waldbaden teilgenommen hatten, ergaben, dass das Stresshormon Cortisol durch das Waldbaden deutlich gesenkt werden konnte. Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das Gehen auf dem weichen, federnden Waldboden wohltuend bei Gelenks- und Rückenbeschwerden ist.

Immunbooster

Besonders eindrücklich soll die Wirkung des Waldbadens auf das Immunsystem sein. Wer sich im Wald aufhält, atmet die von Bäumen abgegebenen Terpene ein. Diese ätherischen Öle – die wir als den klassischen Waldduft wahrnehmen – werden von den Bäumen produziert, um sich vor Schädlingen zu schützen. Nun sei es so, dass diese Botenstoffe auch das menschliche Immunsystem dazu anregen, sich besser gegen Krankheitserreger zu wappnen. So soll es zu einer Steigerung der körpereigenen Abwehrzellen kommen, die Krankheitserreger oder kranke, bzw. entartete Zellen eliminieren.


Wow!


In einer Studie konnten Forscher der Nippon Medical School in Tokio nachweisen, dass ein Tag im Wald zu einer Steigerung von 50 % dieser Killerzellen im Blut führt. Und dies war sogar noch eine ganze Woche nachweisbar. Wenn man also regelmäßig im Wald ist, kann man sein Immunsystem ganz natürlich stärken.


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