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Väter mit Wochenbettdepression?

Da habe ich doch wieder einmal einen interessanten Bericht gelesen.

Demnach können auch Väter nach der Geburt ihres Kindes psychisch erkranken – ungefähr 5 % der Väter sollen betroffen sein (Quelle:dpa).

Bei einer postpartalen Depression soll das Hormon Testosteron eine Rolle spielen.

Die sogenannte postpartale Depression betrifft nicht nur Mütter, sondern ungefähr fünf Prozent der Väter.

Schlafentzug, Stress, Probleme in der Partnerschaft und Schwierigkeiten mit dem Kind sollen den jungen Vätern zusetzen. Doch es sei so, dass sich die Väter oft nicht zugestehen würden, dass sie überfordert sind und sie hätten das Gefühl durchhalten zu müssen. Deshalb staue sich die Belastung so lange an, bis sie zusammenbrechen.

Eine Postpartale Depression kann Monate nach der Geburt auftreten.

Die Väter hätten neben den typischen Symptomen einer Depression, Gefühle der Überforderung und zeigten sich distanziert gegenüber dem Kind.


Prof. Sarah Kittel-Schneider vom Universitätsklinikum Würzburg forsche zu psychischen Erkrankungen rund um die Zeit der Geburt eines Kindes. Sicher sei, dass ca. 10 bis 15 Prozent der Mütter eine Wochenbettdepression entwickeln. Doch die Neurobiologin und Psychiaterin untersuche auch die Väter.


Für mich war interessant, dass die Hormonwerte der Väter untersucht wurden und tatsächlich messbare Hormonschwankungen von Schwangerschaft bis zur Geburt erkannt werden konnten.


Die ersten Ergebnisse der aktuellen Studie: Nach der Geburt sinke bei Vätern der Testosteronspiegel. Je niedriger dieser sei, desto stärker sei die Neigung zu depressiven Symptomen. Was kann vorbeugend gemacht werden?

Väter sollten bei der Schwangerschaft und Geburt mehr einbezogen werden, um die Depressionsneigung zu verringern. Wichtig sei, dass die Väter den Umgang mit dem Baby lernen und über mögliche psychische Probleme informiert würden. Zudem müsse das Miteinander in der Partnerschaft und die Eltern-Kind-Bindung gefördert werden.


In dem Artikel wurde von 5 % betroffener Männer gesprochen. Ich bin der Meinung, dass vermutlich mehr Männer betroffen sind. Ich glaube, dass viele Männer darüber schweigen, weil sie sich schämen, da die Gesellschaft oft mit Unverständnis reagiert. Leider herrscht bei uns noch immer die Vorstellung, dass ein Mann stark sein muss. In diesem Fall kommt noch dazu, dass er die Frau unterstützen soll. Wenn Männer dem ihrer Meinung nach nicht gerecht werden, fühlen sie sich schlecht und das kann die Symptomatik noch verstärken.


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