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Wenn Mitgefühl zur Maske wird

  • info119720
  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

– der stille Schmerz hinter falscher Empathie


In meiner Arbeit begegnen mir immer wieder Menschen, die zutiefst verunsichert sind. Sie fragen sich: "Warum fühle ich mich so leer, obwohl mein Gegenüber doch so verständnisvoll wirkt?"


Oft liegt der Ursprung in einem kaum greifbaren, aber schmerzhaften Phänomen: falsche Empathie.


Es sind Beziehungen, in denen sich das Gegenüber zunächst wie eine warme Decke um dich legt. Du wirst gehört, verstanden, scheinbar tief gesehen. Doch was sich echt anfühlt, stellt sich später als Fassade heraus. Das, was zuerst nährt, beginnt irgendwann, dich innerlich auszuhöhlen.


Wenn Mitgefühl zur Taktik wird


Falsche Empathie ist keine aufrichtige Zuwendung, sondern ein Mittel zum Zweck. Es geht dabei nicht um dich – sondern darum, dich emotional zu binden, um Macht oder Kontrolle zu sichern.


🔹 Beispiel: Du erzählst von einem schmerzhaften Erlebnis aus deiner Kindheit. Dein Gegenüber reagiert scheinbar bewegt – wiederholt deine Worte, nimmt deine Körpersprache auf. Doch später hörst du dieselben Worte in einem Streit, gegen dich gerichtet: „Na, kein Wunder, dass du so überempfindlich bist – mit deiner kaputten Kindheit.“

Was vorher Nähe schuf, wird nun zur Waffe.


Die Warnzeichen sind oft leise


Falsche Empathie fühlt sich anfangs wie emotionale Intimität an. Doch etwas bleibt immer seltsam unausgeglichen. Die folgenden Beispiele zeigen typische Muster:


🔹 Beispiel 1 – Spiegelung ohne Tiefe Du sprichst über deine Unsicherheit im Job. Dein Gegenüber sagt: „Ich kenne das total. Mir geht’s genauso." Doch wenn du nachfragst, bleibt es vage. Keine echten Erfahrungen, keine Details – nur gespiegelte Phrasen. Du spürst: Da ist kein echtes Erleben dahinter.


🔹 Beispiel 2 – Nähe auf Abruf In einem Moment wird dir emotionale Tiefe angeboten – im nächsten bist du „zu sensibel“, „zu kompliziert“. Wenn du ein Bedürfnis äußerst, heißt es: „Jetzt übertreibst du aber. Ich habe dich doch eben in den Arm genommen – was willst du noch?“


🔹 Beispiel 3 – Empathie mit Preisetikett Du öffnest dich, wirst verletzlich – und beim nächsten Konflikt hörst du: „Ich war immer für dich da – und das ist der Dank?“ Hier wird dein Vertrauen zur emotionalen Schuld umgewandelt.


Echte Empathie ist kein Schauspiel


Wahre Empathie ist leise, klar und zuverlässig. Sie erkennt dich an – auch dann, wenn du nicht funktionierst.


🔹 Beispiel für echte Empathie: Du erzählst, dass du heute nicht sprechen möchtest, weil alles zu viel ist. Dein Gegenüber antwortet: „Ich bin da, wenn du so weit bist. Du musst dich mir nicht erklären.“

Das ist Empathie, die Raum gibt. Keine Manipulation, kein Druck.


Zurück zu dir – raus aus dem emotionalen Labyrinth


Wenn du dich ständig rechtfertigen musst oder innerlich verwirrt fühlst, obwohl doch alles „normal“ erscheint – dann stimmt etwas nicht. Und du darfst diesem Gefühl vertrauen.

Du darfst sagen: „So fühlt sich echte Nähe nicht an. Ich spüre mich nicht mehr. Und ich will zurück zu mir.“


Meine Einladung an dich


Ich begleite Menschen, die sich in solchen Mustern wiederfinden. Wenn du spürst, dass deine Beziehungen mehr Kraft kosten als geben, wenn du das Gefühl hast, nicht du selbst sein zu dürfen – dann bist du nicht allein.


Du darfst dir erlauben, dich abzugrenzen. Du darfst echte Verbindung suchen. Und du darfst heilen.


💬 Lass uns sprechen. In einem geschützten Raum. Ohne Urteil. Nur mit ehrlichem Zuhören.





ree

 
 
 

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