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Toxische Beziehungen im Beruf oder in der Familie

  • info119720
  • vor 8 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

– Wenn Loslassen nicht einfach möglich ist


Es sind nicht immer romantische Beziehungen, die uns emotional erschöpfen. Oft sind es Menschen, mit denen wir beruflich oder familiär verbunden sind – Kolleg:innen, Vorgesetzte, Geschwister oder Eltern –, die uns in toxische Dynamiken ziehen.


Vielleicht erkennst du dich wieder: Du bist nach einem Familientreffen niedergeschlagen, weil alte Konflikte wieder aufbrechen. Oder du verlässt die Arbeit täglich erschöpft, weil du ständig manipuliert oder kritisiert wirst. Du willst loslassen, doch die Bindung ist stark. Du bist finanziell oder emotional abhängig, du fühlst Verantwortung, oder „Familienzusammenhalt“ und Loyalität stehen über allem.


Warum Loslassen so schwerfällt

Toxische Beziehungen in Familie oder Beruf haben oft eine subtile Form: Gaslighting, passive Aggression, subtile Kritik, Schuldzuweisungen. Wir entwickeln eine Art „Überlebensmodus“: Wir lernen, den Konflikten auszuweichen, unsere eigenen Bedürfnisse zu unterdrücken, und verlieren dabei Stück für Stück den Bezug zu uns selbst.


Was wirklich hilft

  1. Innere Distanz schaffen: Emotional loslassen bedeutet nicht, die Person aus deinem Leben zu entfernen. Es heißt, dir bewusst zu machen, dass du nicht für ihr Verhalten verantwortlich bist. Du kannst dich schützen, ohne den äußeren Kontakt komplett zu kappen.

  2. Grenzen setzen – sanft, aber klar:

    Formuliere, was du tolerierst und was nicht. Zum Beispiel: „Ich kann Kritik akzeptieren, wenn sie konstruktiv ist. Beleidigungen lasse ich nicht zu.“ Grenzen zu setzen ist ein Akt der Selbstfürsorge, kein Akt der Rebellion.

  3. Selbstfürsorge priorisieren:

    Plane regelmäßig Oasen der Ruhe ein: Spaziergänge, Tagebuch schreiben, Meditation oder Gespräche mit vertrauten Menschen. Dein Nervensystem braucht Pausen, um sich zu stabilisieren.

  4. Professionelle Unterstützung:

    Ein neutraler Blick von außen kann helfen, Muster zu erkennen, Strategien zu entwickeln und den emotionalen Abstand zu wahren. Therapie, Coaching oder Selbsthilfegruppen bieten Rückhalt.


Die Botschaft

Loslassen heißt nicht immer Trennung. Manchmal ist es die innere Befreiung, das klare Wissen: „Ich lasse mich nicht mehr manipulieren. Ich achte auf mich.“

Schritt für Schritt entsteht Raum für Selbstbestimmung, Kraft und neue Perspektiven – auch innerhalb bestehender Bindungen.






 
 
 

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